SaxonQ stellt Dual-Core Quantencomputer vor

Pressemitteilung 21.04.2026

Dritte Generation des mobilen Quantencomputers mit zwei Prozessoren auf der Hannover Messe live vorgestellt – skalierbar und raumtemperaturfähig

Leipzig/Hannover: SaxonQ stellt die dritte Generation seiner mobilen Quantencomputer vor. Auf der Hannover Messe präsentierte das Unternehmen diese Woche den QC2026 DUAL CORE – ein Quantencomputer mit zwei parallel rechnenden Quantenprozessoren und 5 Qubits pro Prozessorkern. Erzeugt werden die Qubits mit NV-Technologie in Diamant-Chips, die einen stabilen Betrieb bei Raumtemperatur, ohne Kühlung und an jeder Steckdose ermöglichen. Mit der neuen Generation hat SaxonQ das mobile System noch einmal spürbar in Geschwindigkeit und Performance verbessert.

Mobile Quantencomputer für die Industrie

Der Wettbewerb um den ersten industrietauglichen Quantencomputer ist in vollem Gange. Start-ups und globale Technologiekonzerne arbeiten unter Hochdruck daran, Quantencomputer aus dem Labor in die reale Welt zu bringen. Die größten Hürden: die Stabilität der Qubits – der Recheneinheiten des Quantencomputers – sowie der Betrieb in industriellen Umgebungen abseits kontrollierter Laborbedingungen.

SaxonQ löst diese Herausforderungen mit Qubits in Diamant. Ein zwei Millimeter kleiner Chip ist dabei das Herzstück der sogenannten NV-Technologie, ein Verfahren, dass aktuell nur von wenigen genutzt wird, aber entscheidende Vorteile bietet: Extreme Stabilität und der Betrieb bei Raumtemperatur. Während die meisten Quantencomputer aufwändige Kühlung auf nahe dem absoluten Nullpunkt und raumfüllende Laboranlagen benötigen, läuft der kompakte SaxonQ Quantencomputer an jeder Steckdose.

Dual-Core-Technologie zeigt Skalierungspotenzial

Mit der Dual-Core-Technologie geht SaxonQ einen entscheidenden Schritt weiter: Zwei Prozessorkerne rechnen gemeinsam in einem System, sind unabhängig kontrollierbar und können damit parallele Operationen ausführen. Damit zeigt SaxonQ, dass ihre Quantenprozessoren potenziell mit beliebig vielen Kernen zu Multi-Core-Systemen erweiterbar sind. Zusätzlich wurde mit einer neuen Auslesetechnologie der Quantencomputer deutlich schneller gemacht. 

Mitgründer und Geschäftsführer Prof. Marius Grundmann: „Beim Rennen um den ersten industriell breit nutzbaren Quantencomputer ist die Skalierung der entscheidende Faktor. Unsere Qubits in Diamant laufen bereits seit Jahren stabil in jeder Umgebung. In der neuen Generation haben wir nicht nur die Rechenleistung deutlich erhöht, sondern auch die Genauigkeit der Qubits und die Stabilität des gesamten Systems noch einmal signifikant verbessert. Quantencomputing kommt damit in der Realität an – bei uns auch über die Cloud.“

Geschäftsführer Dr. Frank Schlichting: „Allein, dass wir im fünften Jahr der Firmengeschichte schon die dritte Generation Quantencomputer vorstellen, ist ein enormer Erfolg unseres Teams. Wir sprechen hier nicht über Theorie oder Geräte, die nur in perfekter Laborumgebung funktionieren. Wir zeigen, dass die Technologie schon bald in der Energieversorgung, der medizinischen Forschung, bei Künstlicher Intelligenz und vielen anderen Industrien den entscheidenden Vorteil bringen wird. Der Weg zum Quantencomputer auf dem Chip und damit in der breiten industriellen Anwendung ist mit dem Dual-Core-System ein ganzes Stück kürzer geworden.“

Zum Whitepaper mit allen Daten und Infos zum Quantencomputer

Medienkontakt SaxonQ:

Axel Kunz | axel.kunz@saxonq.com | +49 179 32 33 718

Über SaxonQ

Das Leipziger Startup SaxonQ – gegründet 2021 – entwickelt und produziert mobile, industrietaugliche Quantencomputer – weg von den bisherigen raumfüllenden Anlagen und hin zur handlichen, flexiblen Einheit. SaxonQ wurde mit der Vision gegründet, Quantencomputing aus der Forschung in industrielle Anwendungen zu überführen und so den Zugang zu leistungsfähiger Quantenhardware und ‑Software in Europa nachhaltig zu erleichtern. Entscheidend dafür ist ein aus der Halbleitertechnologie bewährtes Verfahren. Damit werden die Qubits, die Recheneinheiten des Quantencomputers, auf einem wenige Millimeter kleinen Diamant-Chip erzeugt. Diese Prozessoren kommen im Gegensatz zu bisherigen Quantenrechnern ohne Kühlung und komplexe Infrastruktur aus und sind unempfindlich gegen Störungen. Das System wird bereits von Großkunden genutzt und zielt auf völlig neue Anwendungen von Quantencomputern, etwa in der Künstlichen Intelligenz, beim autonomen Fahren oder in einigen Jahren sogar im Smartphone. 

en_GBEnglish